Sicher bauen mit Holz

Vortrag in Alpnach


Jost A. Studer Bauingenieur, Mitglied Schweiz Katostrophenhilfecorps
 

 

 

Wie lässt sich mit Holz erdbebensicher bauen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Informationsabends der Firma alpnaCH Holz am 17. Oktober 2003.

Wenn die Erde bebt, kann es ungemütlich werden. Zahlreiche Obwaldnerinnen und Obwaldner können sich noch gut an das Erdbebenjahr 1964 erinnern. Damals gab es grosse Schäden an zahlreichen Gebäuden. Rund 30 Interessierte liessen sich am Freitag, 17. Oktober, im Hotel Schlüssel in Alpnach über die Themen Erdbeben und neuzeitliches und sicheres Bauen mit Holz informieren. Der Bauingenieur Jost A. Studer referierte über die neusten Erkenntnisse der Erdbebengefährdung in der Schweiz. „Es gibt in der Schweiz lokal unterschiedlich Erdbebenkräfte“, betonte er.

 Das Sarneraatal gilt in der Zentralschweiz als besonders exponiertes Gebiet. Die Schweiz habe seit 1989 moderne Erdbebennormen. Bei einem Neubau lägen die entsprechenden Mehrkosten im Promille- oder unteren Prozentbereich, führte Studer weiter aus. Mit diesen Normen könnten die Schäden kontrollierbar gemacht werden, es gebe kaum Einstürze. „Die Verletzlichkeit von Bauten ist jedoch abhängig von Gebäudelayout, Baumaterialien, Dimensionierung und Detaillierung.“

Anton Steurer vom Institut für Baustatik und Konstruktion IBK Zürich referierte im ersten Teil der Veranstaltung über aktuelle Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit Erdbebentests. Er stellte zudem die Vorteile des Holzbausystems Steko vor „das meist getestete Holzbausystem in Europa“.  Er referierte über Feuchtigkeitsausgleich, Schallschutz und klimatische Beanspruchung. Andreas Züst vom Steko Vertrieb Schweiz schliesslich orientierte über das neue Bauen mit den Holzmodulen von Steko. Er gab einen Überblick über System und Baupraxis und zeigte dies an realisierten Objekten auf.

Organisiert wurde dieser Informationsabend von der Firma alpnaCH Holz. Sie beabsichtigt auch in Zukunft, Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit durchzuführen. Laut Geschäftsführer Hugo Keller seien diese Vorträge nicht nur eine gute Gelegenheit, Bauinteressierte zu informieren, sondern auch das eigene Personal schulen und ausbilden. Die seit zehn Monaten bestehende Firma beschäftigt sieben Angestellte.